Rassestandard des VMV Mopses     

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       Bilder von Möpsen um 1900, die dem damaligen englischen Standard entsprechen

 

     Der Rassestandard des VMV e.V. orientiert sich am alten englischen Standard des     Mopses  wie er vom im Jahr 1883 gegründeten britischen Pugdog Club erstmals festgelegt wurde. Damals hatte der Mops noch keine gesundheitlichen Probleme.Diese traten erst später durch Übertypisierung und mangelnde Zuchtauslese in Richtung gesundheitlicher Fitness auf. Darum steht bei der Zuchtauslese im VMV e.V. auch die Gesundheit und Vitalität der Hunde an erster Stelle. Die äußere Form der Hunde wird nur in soweit berücksichtigt, dass der ursprüngliche altenglische Rassetypus bei der Phänotyp Beurteilung als Orientierung dienen soll. In Punkten, die der Gesundheit der Tiere abträglich sind, weicht der Rassestandard des VMV e.V. vom altenglischen Standard und/oder FCI Standardab. Diese Zusätze sind in Fettschrift gesetzt.

 

1. Allgemeine Erscheinung:

ein eher quadratisch und stämmig gebauter Hund.Ein schmächtiger langbeiniger Mops ist ebenso unerwünscht wie ein kurzbeiniger mit einem langen Rücken. Der Mops soll eine kompakte Form mit guten Proportionen und ausgeprägte Muskulatur besitzen.Extreme sind unbedingt zu vermeiden. Sein Gewicht soll zwischen 8 und 11 kg betragen, seine Schulterhöhezwischen 25 und 32 cm.

 

2.Temperament:

von großem Charme, Würde und Intelligenz; ausgeglichen, fröhlich und lebhaft

 3. Kopf:

groß, kräftig,rundlich, nicht apfelförmig, ohne Delle (Vertiefung) im Schädel

 4.Augen:

dunkel,groß,tief eingebettet, niemals hervorstehend, ohne Lidfehlstellungen,sanft und bekümmert im Ausdruck, sehr glänzend und bei Aufregung, voller Feuer,

 5. Ohren:

dünn, klein, weich, gut pigmentiert, genügend weite Gehörgänge. Es gibt zwei Varianten: das Rosenohr und das Knopfohr, das Knopfohrwird bevorzugt (Knopfohr: exakt nach vorne gefaltet, Spitze eng am Schädel, es fügt sich der Rundung des Kopfes an; Rosenohr:klein, mit zweiter Falte der Länge nach)

 6. Fang:

relativ kurz, aber deutlich abgesetzt, stumpf, quadratisch (fast so lang wie breit), kein Unterbiss, Nasenöffnungennicht so eng, dass der Luftstrom behindert wird.

 7. Kiefer / Zähne:

eugnathe Okklusion, geringfügiger Vorbiss wird toleriert breiter Unterkiefer mit einer Schneidezahn-Reihe, bei der die Schneidezähne fast in einer geraden Reihe stehen. Kreuzbiss, sichtbare Zähne oder Zunge hőchst unerwűnscht

 8.Hals, Genick, Rachenraum:

Hals leicht gebogen, Halslinie fließend, übergehend in die Rückenlinie, nicht zu kräftig, gut ausgefüllt und lang genug, um den Kopf stolz tragen zu können. Das Gaumensegel darf nicht so lang sein, dass es die Atmung behindert, der Rachenraum soll großlumig sein,um dem Luftstrom viel Platz zu bieten.

 9. Körper:

in der Tendenz kurz und gedrungen (Extreme sind auch hier zu vermeiden), Brustkorb ausladend mit kräftigen, gut abgerundeten Rippen bei grader Rückenlinie

 10. Rücken:

gerade, weder nach oben aufgewölbt (Kyphose)noch nachgebend (Lordose).

 11.Rute:
so dicht wie möglich über der Hüfte geringelt. Die doppeltgeringelte Posthornrute ist
perfekteste Form.

 12. Vorderbeine:

recht kräftig, gerade, mittelmäßig lang und gut unter den Kőrper gestellt. Eine Achsenabweichung im Sinne einer Valgus (X- Beinigkeit)- oder eine Varus (O-Beinigkeit) Stellung oder einer karpalen Hyperextension (Durchtrittigkeit) ist unerwünscht.

 13.Hinterläufe:

sehr kräftig, mittelmäβig lang und gutunter dem Körper stehend, von hinten betrachtet gerade und parallel. Knie: gut gewinkelt.

 14. Gangwerk:

von vorne gesehen sollte der Mops sich in der Vorderhand auf und ab bewegen, Läufe gut unter den Schultern; die Pfoten greifen gerade nach vorne aus, sie drehen weder ein noch aus. Dies gilt auch für die Hinterhandbewegung. Die Vorderläufe greifen weit aus, Hinterläufe frei in der Bewegung, mit guter Aktion aus den Kniegelenken.Kein Rollen in der Hinterhand. Fähig zur entschlossenen und gleichmäßigen Bewegung..

 15. Pfoten:

zwischen Katzen- und Hasenfuß, mit gut getrennten Zehen

 16. Fell:

fein, glatt anliegend, weich, kurz und glänzend, weder hart noch wollig.

 17. Farben:

Alle Farben werden anerkannt, da ihre Zulassung zu einer höheren genetischen Varianz in der Population führt. Dies gilt jedoch nicht für Farben, die an die Vererbung von Defektgenen gekoppelt sind (z.B. Merlefaktor). Tiere, die Einfach- oder Doppelträger für solche Farbgene sind, sind von der Zucht ausgeschlossen (siehe auch Zuchtordnung des VMVe.V § 8, Abs. 1k )

 18. Zeichnung:

Bei Farbschlägen, bei denen am E-Lokus eine oder zwei Kopien des Schwarzmaskenallels vorliegen und phänotypisch ausgeprägt sind (z,B. beider Farbe beige und aprikot): Guter Kontrast zur Grundfarbe. Die Maske, die Ohren, die Abzeichen an den Wangen, der Daumenabdruck oder Diamant auf der Stirn und der Aalstrich sollen so schwarz und so gut abgegrenzt wie nur möglich sein. 

 19. Falten:

besonders auf der Stirn deutlich ausgeprägt, weniger auf der Nase,aber niemals so stark, dass es zu Funktionseinschränkungen von Auge, Nase oder Haut in irgendeiner Form kommt, eine geteilte dezente Nasenfalte wird bevorzugt.

 20. bei Rüden:

beide Hoden normal entwickelt und im Skrotum fühl-und sichtbar

 

Anmerkung:

Als Fehler gilt alles, was nicht den vorgenannten Kriterien entspricht. Den perfekten Mops wird es natürlich nie geben. Die Schwere der Fehler sollte in der richtigen Proportion zu den vorzüglichen Punkten bewertet werden.Fehler, die gesundheitliche Probleme verursachen oder verursachen können, sind jedoch immer als schwere Fehler zu werten und können nicht durch herausragende Eigenschaften in anderen Punkten kompensiert werden.

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

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